Reduzierung krankheitsbedingter Fehlzeiten

Die krankheitsbedingten Fehlzeiten stiegen in den deutschen Unternehmen während der letzten Jahre deutlich an. Dadurch entstehen hohe Kosten der Entgeltfortzahlung und es kommt zu Störungen in den betrieblichen Abläufen. Die Prozesssicherheit kann nicht mehr sichergestellt werden, die Qualität der Produkte und Dienstleistungen wird beeinträchtigt. Häufig leiden auch die Arbeitszufriedenheit der Mitarbeiter und das Betriebsklima unter hohen krankheitsbedingten Fehlzeiten. Als Personalleiter und später als Berater und Coach konnte ich über viele Jahre in Unternehmen unterschiedlicher Branchen und Größe die krankheitsbedingten Fehlzeiten deutlich reduzieren. In einem Unternehmen der Metallindustrie (Automotive) mit 1.000 Mitarbeitern ist es uns gelungen, die krankheitsbedingten Fehlzeiten von 8,3 % auf 3,6 % zu reduzieren und über einen Zeitraum von fünf Jahren bei unter 4,0 % zu stabilisieren.

Mit einem bewährten, praxiserprobten Ansatz analysiere ich zunächst die Ist-Situation im Unternehmen durch Auswertung der vorliegenden Unterlagen (Fehlzeitenstatistiken, Gesundheitsberichte der Krankenkassen), Betriebsbegehungen und Gespräche (Qualität der Personalbeschaffung und der Mitarbeiterführung, Arbeitszufriedenheit und Betriebsklima, konsequentes Handeln der Führungskräfte, Ansätze Betriebliches Gesundheitsmanagement). Die frühzeitige und umfassende Einbindung der Führungskräfte und des Betriebsrats erscheinen hier besonders wichtig. Auf Grundlage der Ergebnisse dieses "professionellen Blicks von außen" schlage ich den Unternehmen praktikable Maßnahmen vor, die zum jeweiligen Unternehmen passen. Im Fokus stehen häufig Maßnahmen im Bereich der Mitarbeiterführung, die bereits kurz- und mittelfristig zu einer Reduzierung der krankheitsbedingten Fehlzeiten führen.

Bei der anschließenden Umsetzung der Maßnahmen unterstütze ich die Führungskräfte – insbesondere die Meister und Abteilungsleiter im direkten Bereich – durch Einzel- und Gruppencoaching darin, wertschätzende Mitarbeitergespräche zu führen, wozu auch Rückkehr- und Fehlzeitengespräche gehören.